Mühlbauer-Schule in Kenia feiert erste Erfolge

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde der zweite Ausbildungsabschnitt in der Umoja Muehlbauer Academy in Kenia beendet. Die Grundschule im ersten kenianischen Frauendorf Umoja soll den Kindern in der Region einen Zugang zu Bildung ermöglichen und ihnen somit einen Weg aus der Armut aufzeigen.

(14. August 2014)

 

 

„Der Traum einer eigenen Schule in Umoja wurde Realität.“ Allein an diesen wenigen Worten von Tom Lolosoli ist zu erkennen, was der Bau einer eigenen Schule für Umoja bedeutet.

 

Umoja ist der Name des ersten Frauendorfs in Kenia. Dort finden Frauen und ihre Kinder Schutz vor der Gewalt durch Männer, die in Kenia nach wie vor trauriger Alltag ist. Gegründet wurde Umoja von Rebecca Lolosoli, der Mutter von Tom Lolosoli. Auch sie erlebte Gewalt und Unterdrückung am eigenen Leib, wollte diesen Zustand jedoch nicht länger akzeptieren und gründete das erste Frauendorf in Kenia.

 

Weltweit stieß Lolosoli mit ihrem Engagement auf Anerkennung. Doch auch wenn Umoja über die Jahre deutlich gewachsen ist, fehlte es weiterhin an wichtigen Dingen wie zum Beispiel eigenen Bildungseinrichtungen. Bisher mussten die Kinder beispielsweise für den Besuch einer Grundschule weite Strecken in benachbarte Gemeinden zurücklegen. Dank der Unterstützung durch die Josef Mühlbauer Stiftung hat sich dies nun geändert.

 

Mehr als nur eine Schule

2012 wurde Stiftungsgründer Josef Mühlbauer auf Rebecca Lolosoli und Umoja aufmerksam. Die Leistung von Lolosoli und all den anderen Frauen beeindruckte ihn dermaßen, dass er beschloss, diese im Rahmen der Stiftung zu unterstützen. Nach einigen Gesprächen kam Rebecca Lolosoli im Juni 2012 persönlich nach Roding, um im Rahmen des 8. Mühlbauer Spendenlaufs einen Scheck der Josef Mühlbauer Stiftung über 40.000 Euro für den Bau einer eigenen Grundschule entgegenzunehmen. Am 18. März 2013 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau der „Umoja Muehlbauer Primary School“.

 

Im August 2014 wurde bereits der zweite Ausbildungsabschnitt der Schüler im Rahmen einer feierlichen und bunten Zeremonie beendet, zu der die Eltern der Schüler sowie zahlreiche weitere Gäste eingeladen waren. Doch die Umoja Muehlbauer Primary School ist für die Bewohner des Frauendorfs weit mehr als nur eine Schule: Durch den Zugang zu Bildung soll den Kindern und Jugendlichen Umojas eine Möglichkeit gegeben werden, die Spirale aus Armut und Gewalt zu verlassen, die sie meist über ihr ganzes Leben begleitet. Für Rebecca Lolosoli und die Bewohner von Umoja stellt die eigene Grundschule einen weiteren Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit dar. Oder wie Tom Lolosoli es ausdrückte: „Auch eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt.“