Umoja Frauendorf (Kenia)

 

 

Sie werden von ihren Vätern und Ehemännern geschlagen, von Soldaten misshandelt und vergewaltigt, sind auf der Flucht vor Zwangsehen oder vor der grausamen Praxis der Genitalverstümmelung: Frauen haben in vielen kenianischen Volksstämmen traditionell wenige bis keine Rechte, sie werden von ihren Männern als Besitz angesehen und entsprechend behandelt. Auch Rebecca Lolosoli wurde von den Männern ihres Stammes geschlagen. Doch die Frau aus dem Volk der Samburu ließ sich das nicht mehr gefallen, floh von zu Hause und gründete gemeinsam mit anderen Betroffenen das erste Frauendorf Kenias: Umoja, zu Deutsch: Einheit. In diesem wohnen mittlerweile ca. 50 Frauen mit ihren Kindern. Sie finden dort ein Zuhause fernab von Gewalt und Unterdrückung durch Männer. 

 

Während das Dorf kontinuierlich wuchs, fehlte es den Bewohnern noch an grundlegenden Dingen wie z.B. einer Bildungseinrichtung für die Kinder. Deshalb wurden im Rahmen des 8. Mühlbauer Spendenlaufs, der 2012 in Roding stattfand, 40.000 Euro für den Bau einer eigenen Grundschule in Umoja gesammelt. Stiftungsvorstand Josef Mühlbauer konnte Rebecca Lolosoli, die extra aus Kenia angereist war, den Scheck persönlich überreichen. Für die Frauen und Kinder des Dorfes stellt die eigene Schule einen weiteren Schritt in Richtung Unabhängigkeit, Selbstbestimmtheit und in eine erfolgreiche, gewaltlose Zukunft dar.

 

Seit der feierlichen Eröffnung im Mai 2014 unterstützt die Josef Mühlbauer Stiftung regelmäßig die Finanzierung eines Lehrergehalts sowie Schülerstipendien für die jeweils drei Besten einer Klasse, um den Betrieb der Schule auf Dauer sicherzustellen.

 
 Bau einer Grundschule in Umoja
 Bau einer Grundschule in Umoja
 Bau einer Grundschule in Umoja