Yambio Referral Hospital (Südsudan)
 

Yambio Referral Hospital (Südsudan)

 

 
 
 

Der Südsudan ist das jüngste Land der Erde. Erst 2011 spaltete sich der Süden des Sudans vom Rest des Landes ab. Der Südsudan gehört allerdings auch zu den ärmsten Länder der Welt. Viele Menschen im Südsudan führen ein Leben in Armut und Krankheit. Gerade das Gesundheitswesen des afrikanischen Landes weist prekäre Defizite auf. Es fehlt sowohl an medizinisch geschultem Personal als auch an modernen

medizinischen Geräten. Ein Bespiel, welches die für uns unvorstellbare Situation verdeutlicht, ist das Yambio Referral Hospital. Das Krankenhaus der Hauptstadt des Bundesstaates Western Equatoria im Südwesten des Landes hat ein Einzugsgebiet von über zwei Millionen Menschen – und verfügt dabei nicht einmal über die grundlegendsten medizinischen Geräte. So mangelt es insbesondere an den technischen Möglichkeiten zur Vorsorgeuntersuchung und Betreuung Schwangerer sowie zur Bekämpfung der hohen Kindersterblichkeit des Landes. Schon die Bilder des Krankenhauses vermitteln einen unvorstellbaren Eindruck: Wo bei uns sterile Räume vorzufinden sind, sieht man im Yambio Referral Hospital halb eingestürzte Räume, Schlamm und Dreck in den Ecken, Blutlachen am Boden – und zwischendrin hunderte Patienten, sitzend oder liegend am verdreckten Boden.

 

Als Grace Datiro, stellvertretende Außenministerin des Landes, von den unmenschlichen Zuständen im Yambio Referral Hospital berichtete, beschloss die Josef Mühlbauer Stiftung umgehend, hier zu helfen. Und zwar schnell und unbürokratisch. Ein Jahr nach der offiziellen Gründung des Landes, 2012, spendete die Stiftung ein Ultraschallgerät im Wert von 25.000 Euro sowie zusätzliche knapp 50.000 Euro an das Krankenhaus. Ein Großteil dieses Betrages wurde im Rahmen des 8. Mühlbauer Spendenlaufs gesammelt. Auch im Jahr darauf stand der Mühlbauer Spendenlauf wieder im Zeichen der Unterstützung des südsudanesischen Krankenhauses: Die Stiftung übergab weitere 70.000 Euro an die Vertreter des Yambio Referral Hospitals. Auch dieser Betrag setzte sich wieder aus den Teilnahmegebühren, Spenden und Sponsorengeldern des Mühlbauer Spendenlaufs 2013 zusammen.